Hauptziel des IHK-Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie die Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Viele Jugendliche haben nur ungenaue Vorstellungen von einer betrieblichen Ausbildung und den guten Karrierechancen, die sie bietet“, erklärt IHK-Projektmitarbeiterin Silke Deutschmann. Unternehmen wie Evonik seien dank ihres großen Tätigkeitsspektrums bestens geeignet, „den Schülern die Vielfalt und Wirklichkeit der Arbeitswelt zu zeigen, mit ihren Möglichkeiten, aber auch mit ihren Anforderungen“, so Deutschmann weiter.
Evonik ist ein weltweit führender Chemiekonzern. Am Standort im Chemiepark Marl bildet Evonik in Kooperation mit anderen ansässigen Betrieben in 21 Berufen aus. Das Unternehmen lädt Schüler und Lehrer zu Betriebsbesichtigungen ein, um ihnen Einblicke in die Arbeits- und Produktionsweise des Betriebes zu ermöglichen und das Ausbildungsangebot zu präsentieren. Bewerbungstrainings durch Evonik-Mitarbeiter bereiten die Schülerinnen und Schüler auf Bewerbungsverfahren vor. Zusätzlich können Fachlehrer aus dem MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) an Weiterbildungsangeboten teilnehmen.
Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ geht es aber nicht nur um Berufsorientierung. Mit dem Projekt wolle die IHK die Unternehmen auch bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses unterstützen, erläutert IHK-Projektmitarbeiterin Deutschmann. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis zunächst etwas anderes sagt.“ Ausbildungsleiter Volker Kemper unterstreicht angesichts sinkender Schulabgängerzahlen die Notwendigkeit, keine Talente unentdeckt zu lassen: „Um unser Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln, müssen wir schon heute offensiv auf die jungen Leute zugehen und immer wieder begabte und motivierte Jugendliche entdecken, ausbilden und fördern.“ Nur so könne ein Betrieb wettbewerbsfähig bleiben, so Kemper. Schulleiterin Bärbel Schweers betont: „Das IHK-Projekt bietet unseren Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern. Durch die von Evonik-Mitarbeitern geleiteten Bewerbungstrainings wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut, der Schülerinnen und Schülern den Weg in das Berufsleben erleichtert.“
