Am 30. September 2025 erlebte der Jahrgang 10 des Städtischen Gymnasiums Herten eine besondere Schulstunde: Erstmals war das Projekt „AnsprechBar“ auf unserem Schulhof zu Gast. Das kreisweite Projekt der Polizei, das bereits seit drei Jahren besteht, war bisher auf öffentlichen Plätzen präsent – nun wird es erstmals auch an 11 Schulen durchgeführt. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, auf Augenhöhe miteinander ins Gespräch zu kommen und Fragen offen beantworten zu können.
Die Resonanz bei unseren Schülerinnen und Schülern war groß. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit Polizistinnen und Polizisten ins Gespräch zu kommen und sich an den verschiedenen Stationen zu informieren. An einer Station standen Beamtinnen aus dem Streifendienst Recklinghausen Rede und Antwort, erklärten ihre Ausrüstung und gaben Einblicke in den Alltag des Streifendienstes. Besonders eindrucksvoll war auch ein Video mit dem Titel „Besser ohne Messer“, das die Gefahren von Messerkriminalität verdeutlichte. Darin kamen unterschiedliche Perspektiven zu Wort – vom Staatsanwalt über Opfer und Täter bis hin zu Vertretern des Rettungsdienstes sowie aus Kirche und Moschee.
Ein weiteres Highlight bot der Verkehrsdienst mit sogenannten Rauschbrillen, die den Einfluss von Alkohol auf Wahrnehmung und Gleichgewicht simulierten. Die Schülerinnen und Schüler konnten so eindrucksvoll erfahren, wie gefährlich es wäre, in diesem Zustand ein Fahrrad oder einen E-Scooter zu fahren. Auch das Thema Kriminalprävention fand großen Anklang: Opferschützer gaben Tipps, wie man sich vor Trickdieben schützen kann, und machten deutlich, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Handy ist. Dabei wurde besonders betont, dass durch Beleidigungen, Hatespeech oder das Verbreiten strafbarer Inhalte schnell Straftaten entstehen können.
Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse und bot viele Gelegenheiten für ehrliche Gespräche zwischen Jugendlichen und Polizei. Das Projekt „AnsprechBar“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig über Gefahren, Verantwortung und gegenseitigen Respekt zu sprechen – und dies in einem offenen Dialog auf unserem Schulhof.
